Kirchenchor & Orchester St. Magnus - Bad Schussenried
 

Grüß Gott und herzlich willkommen!

Viel Freude beim Erkunden unserer Homepage wünschen Kirchenchor & Orchester St. Magnus.

… "EIGENTLICH" … "TROTZDEM" … "NUN DOCH NICHT" …
Großes Kirchenkonzert 2020

Beginnend im Jahr 1991 mit einem kleinen Vorweihnachtlichen Singen und Musizieren mit einer überschaubaren Zahl von Mitwirkenden und Zuhörern entwickelte sich das Große Kirchenkonzert von Chor & Orchester Sankt Magnus im Lauf der Jahre zu einer festen Größe im Jahresablauf von Kirchengemeinde und Seelsorgeeinheit Bad Schussenried wie auch im kulturellen Leben der Stadt mit inzwischen über 100 Mitwirkenden.

„EIGENTLICH“

EIGENTLICH wäre das Konzert gerade in diesem Jahr auf den Gedenktag der Heiligen Cäcilia gefallen: Sonntag, 22. November. Sie ist die wirkmächtige Schutzpatronin der Kirchenmusik, der Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker. Eine Reliquie von ihr können wir im Magnusaltar unser Eigen nennen. 
EIGENTLICH hätten wir die Konzertbesucher in diesem Jahr mit Mendelsohns großartigem Magnificat D-Dur, einem Magnificat „unseres“ Schussenrieder Klosterkomponisten Chorherr Wilhelm Hanser sowie Vertonungen zur Heiligen Cäcilia erfreut.
EIGENTLICH wäre jetzt das Programmheft erstellt, die Plakate, Flyer und Eintrittskarten gedruckt, die Sponsoren abgefragt, Einladungen an Ehrengäste und Chöre verschickt, der Presseartikel verfasst.
EIGENTLICH hätte der Vorverkauf für die immer sehr begehrten Karten begonnen, die Podeste wären schon transportiert, der Probetag wäre geschafft, die Mitwirkenden schon etwas nervös Richtung Generalprobe und Aufführung.
EIGENTLICH wären unsere Ministranten schon in den Startlöchern, um die Konzertbesuchern nach dem Konzert auf dem Kirchplatz mit Glühwein und Punsch zu verwöhnen.
Dann kam in diesem Jahr Corona.

„TROTZDEM“

TROTZDEM haben wir überlegt, was wir stattdessen anbieten können.
TROTZDEM hätten wir ein kleines, feines und überraschendes Konzert mit einer Corona-gerechten Besetzung am 21./22. November in diesem Jahr – den möglichen Besucherplätzen geschuldet – im Bibliothekssaal bei freiem Eintritt gestaltet.

„NUN DOCH NICHT“!

Nun hat uns der kleine Lock-Down einen kräftigen Strich durch diese Überlegungen gemacht.
Im November sind keine Konzerte möglich.

TROTZDEM dürfen wir – im Gegensatz zu weltlichen Chören, die gerade Singverbot haben – in den Gottesdiensten mit einer kleinen Besetzung singen, dafür proben und die Gottesdienstbesucher erfreuen. 

Wir wünschen, dass wir ihnen 2021 wieder ein wunderbares Großes Kirchenkonzert schenken dürfen und dass schon das Dreikönigskonzert 2021 möglich sein wird.

Allen Freunden unseres Großen Kirchenkonzerts, allen Gönnern und Sponsoren für das langjährige Wohlwollen auf diesem Weg ein großes und herzliches „Dankeschön“.

Ihr KMD Matthias Wolf mit Chor & Orchester Sankt Magnus

Der November ist traditionell der Monat des Totengedenkens. Die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen stehen gleich zu Anfang des Monats.

Neben der Erinnerung und dem Gedanken an die eigene Sterblichkeit steht aber immer das Bild der Auferstehung und das Vertrauen auf Gottes Treue im Mittelpunkt. Diese Perspektive drückt auch das "Justorum animae - Die Seelen der Gerechten" aus.

Wovor sollten wir uns fürchten?

Chor Sankt Magnus huldigt Mozart

Schwäbische Zeitung / 25.11.2019 / Bericht und Foto von Gerhard Rundel

Berührende Kirchenmusikwerke von Wolfgang Amadeus Mozart haben die Solisten, der Chor und das Orchester Sankt Magnus am Sonntagnachmittag zelebriert. Beim großen Kirchenkonzert unter dem Motto „Viva Mozart“ ließen die Sänger und Musiker den genialen Komponisten in Sankt Magnus hochleben. Sopranistin Dorothée Ruoff und Violinistin Sarah Baranja glänzten als Solistinnen.

Mit der Hymne „Herr und Gott“, Köchelverzeichnis 345, hat Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf das Konzert mit seinen rund 80 Sängern und den 29 Musikern feierlich eröffnet. Die Musik dieser Hymne war ursprünglich Teil einer Schauspielmusik für das Drama „Thamos, König in Ägypten“. Später wurde die Melodie mit geistlichem Text versehen, in dem es heißt: „Herr und Gott, Du unser Vater, höre unsern Lobgesang. Dir, dem Gütigen und Weisen weihen wir den Lobgesang.“ Schon beim ersten Stück bildeten der Chor und das Orchester eine ausgewogene, klanglich reine und berührende Einheit auf höchstem Niveau.

Der größte musikalische Anteil des Konzerts erklang aus der „Missa solemnis C-Dur, der sogenannten „Dominicusmesse“. Mozart hat diese Messe bereits 1769, also vor genau 250 Jahren, mit 13 Jahren komponiert. „Kyrie“, „Gloria“, „Credo“, „Sanctus“, „Benedictus“ und „Agnus Dei“ waren die Sätze dieser feierlichen in lateinischer Sprache gesungenen Messe. Oftmals erklangen ausgeprägte Fugen am Ende der Teile. Bei „Domine Deus“ und „Quoniam“ beim Gloria sowie „Et in spiritum“ beim Credo übernahm Sopranistin Dorothée Ruoff den Solopart. Mit geschulter, angenehmer Sopranstimme zeigte die zierliche Sängerin eine gute Leistung in Tonhöhe sowie Koloratur.

Chor und Orchester in Höchstform

Ebenso beim Allegro und Vivace der Motette „Exultate, jubilate“ für Sopran und Orchester. Violinistin Sarah Baranja brillierte beim Andante aus dem 2. Violinkonzert in D-Dur mit feinfühligem Spiel. Ausdrucksvoll zog sie die Bögen bei der wiegenden Melodie und der Kadenz im weichen Bett des souverän begleitenden Orchesters. Stimmgewaltig erschallte danach das Sanctus mit Orchester und Paukenunterstützung. Einen wunderbaren, und berührenden Abschluss des Konzerts bildete das „Ave verum corpus“ (KV 618). Es ist eines der bekanntesten Werke von Mozart. Mozart hat es ein knappes halbes Jahr vor seinem Tod, mit 35 Jahren, komponiert. Chor und Orchester, die sich in Höchstform befanden, erzeugten ein letztes grandioses Klangbild.

Am Ende des Konzerts erhoben sich die rund 500 Besucher und dankten mit lang anhaltendem Applaus für den außergewöhnlichen Hörgenuss. Als Abschluss des großartigen Konzerts gab es das bereits am Beginn gehörte Lied „Herr und Gott“ noch einmal. „Ich bin immer noch beeindruckt von dem großartigen Chorklang“, sagte Sänger Eberhard Wiek aus Hochdorf nach dem Konzert. „Das ,Ave verum‘ am Ende hat bei mir ein absolutes Gänsehautgefühl ausgelöst“.

Ein Konzert mit Gänsehauteffekt

Schwäbische Zeitung / 19.05.2019 / von Gerhard Rundel

Ein berührendes Benefizkonzert haben der Kirchenchor St. Magnus und das Bläserensemble Hochdorf am Freitagabend zum Motto „Der Herr ist mein Hirte“ gegeben. Im vollbesetzten Bibliotheksaal glänzten der Chor und das Bläserensemble mit hervorragendem Chorgesang und feinfühliger guter Musik.

Den musikalischen Reigen eröffnete Manuela Stolz als Solistin am Englischhorn mit der Aria „Schafe können sicher weiden“ aus der Kantate 208 von Johann Sebastian Bach. Begleitet wurde sie von Chorleiter und Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf am Flügel. Wolf war es auch, der die jeweiligen Musikblöcke mit sinnlichen Versen aus dem Psalm 23 anmoderierte. „Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen“ oder „Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser“ waren die Verse vor der Vertonung des „Psalm 23“ von Alfred Hochedlinger und den neuen geistlichen Liedern „Alle meine Quellen“ und „Du bist bei mir“.

Als erstes Stück, das die rund 60 Sänger des gemischten Chors und die 24 Musiker des Ensembles gemeinsam intonierten, erklang der Pophit „You raise me up“. Als weitere gemeinsame Musikstücke folgten unter Leitung von Sabine Götze „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy und „The Lord Bless and Keep You“ von John Rutter. Bei den Tutti-Stellen von Bläsern und Chor wirkte das Spiel der Harmoniebläser etwas dominant. Die leidenschaftliche Musik zum Film „Schindlers Liste“ brachten die Bläser alleine zu Gehör. Die im langsamen Tempo erklingenden Melodiebögen drückten ein starkes Gefühl von Traurigkeit, aber auch Hoffnung aus. Mit viel Ausdruck ließen die Bläser danach das harmonisch klingende „Bist du bei mir“ feinfühlig mit prächtigem Klang erschallen. Ebenso das schwermütige mit vielen ungewohnten Akkordgebilden durchsetzte „Panis angelicus“.

Bei dem von Matthias Wolf komponierten „Der Hirte“ übernahmen die jungen Sopranistinnen Isabell Frick und Mia Müller den gelungenen Solopart. Maximilian Stadlers Vertonung des „Psalm 23“ ertönte von den Frauenstimmen mit Klavierbegleitung. Gänsehautgefühl erzeugte das vom Chor mit dynamisch erzeugter Spannung und viel Ausdruck vorgetragene „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Ebenso „Ubi caritas“ von Audrey Snyder. Für lang anhaltenden, frenetischen Beifall wurden die Konzertbesucher noch mit zwei gemeinsamen Zugaben belohnt.

Pfarrer Nicki Schaepen sagte dem Kirchenchor und den Bläsern am Ende danke für die Unterstützung seiner Ministranten: „Das Konzert war eine wunderbare Kooperation.“ Manuela Weishaupt, die Vorsitzende des Kirchenchores, hatte am Anfang des Konzerts nicht zu viel versprochen, als sie wunderschöne und interessante Werke aus alter und neuer Zeit versprach.
Der Spendenerlös des Konzerts ging an die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie die Ministranten von St. Magnus in Bad Schussenried. Beide Gruppen stellten sich kurz vor und berichteten über ihre Arbeit. Eine weitere Aufführung des Konzerts stand am Sonntag nochmals in der Kirche St. Josef in Birkendorf auf dem Programm. Hierbei waren die Spenden für die Dachsanierung der evangelischen Versöhnungskirche in Ummendorf bestimmt.

"Wo Worte nicht genügen, um Gott zu loben, kommt uns die Musik zu Hilfe."