Kirchenchor & Orchester St. Magnus - Bad Schussenried
 

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Dramatisch, berührend, prächtig

Bericht und Foto von Gerhard Rundel - Schwäbische Zeitung (online 26.11.2018)

Geistliche Musik und Gesang kann berühren und begeistern – wenn sie gekonnt aufgeführt wird. Dies ist den Solisten, dem Chor und dem Orchester St. Magnus am Sonntagnachmittag hervorragend gelungen. Mit dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel präsentierten die Akteure um Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf in St. Magnus eine Aufführung der Extraklasse vor ausverkauftem Haus.

Mit einer schwermütig klingenden Ouvertüre begann das rund zwei Stunden dauernde Oratorium in drei Teilen. Das klangvolle Orchester, besetzt mit 18 Streichern, fünf Bläsern, einem Organisten und Pauker, setzte dabei gleich ein erstes musikalisches Ausrufezeichen in dem dramatischen, frommen Musikstück. Im ersten Teil, der sich um die Verheißung und die Geburt des Messias dreht, standen die Gesangssolisten Rudi Karnik (Tenor), Hannelore Patran (Alt), Anton Eisele (Bass), Theresa Heinzelmann (Sopran) und das mit Andrea Schmid-Ummenhofer (Sopran) und Gisela Bronner (Alt) gebildete Duett bei ihren begleiteten Solostücken im Vordergrund.

Mit klaren Stimmen meisterten alle Solisten die schwierigen Bibeltexte bei ihren Arien bestens. Die Instrumentalistinnen Salome Hänsler sowie Sarah Baranja begleiteten etliche Arien eindrucksvoll auf der Violine. Dazwischen erweckte der prächtig und voluminös klingende Magnuschor mit seinen rund 75 Sängern immer wieder ein Gänsehautgefühl.

Der zweite Teil, der sich in den Texten mit dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung des Herrn beschäftigt, stand am Ende das wohl bekannteste Stück von Händels Oratorium, das „Halleluja“. Nach den ausdrucksstarken Passionsklängen war dieser gewaltige Jubelchor ein berührendes und glanzvolles Erlebnis für die Konzertbesucher. Am Ende des Oratoriums erklang dieser mächtige Jubelchor mit Pauken und Trompeten noch einmal als Dreingabe.

In den Texten der Gesänge des dritten Teiles, wird die Hoffnung auf die Wiederkunft des Messias besungen. „Würdig ist das Lamm, das da starb und hat versöhnet uns mit Gott“, heißt es im Schlusschor vor dem Amen. Das begeisterte Publikum erhob sich am Ende der großartigen Aufführung und dankte den Akteuren mit einem vier Minuten langen, frenetischen Applaus.

Der nach der gelungenen Aufführung glücklich wirkende Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf wurde von Glückwünschen und Lobeshymnen förmlich übersät. „Es ist einfach sehr, sehr bewegend für mich“, sagte Matthias Wolf. „Ich bin zufrieden, es ist alles wunderbar“. „Es ist großartig und wahnsinnig beeindruckend und bewegend“, lobte Pfarrer Nicki Schaepen. „Unglaublich, welche Talente hier versammelt sind. Es war aber auch ein schönes und wunderbares Glaubenszeugnis“.

Wenn Engel reisen…

München ist immer eine Reise wert! 52 Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors St. Magnus Bad Schussenried erkunden die bayerische Hauptstadt.

Bei strahlender Sonne, blauem Himmel und frühsommerlichen Temperaturen starteten am 21. April 2018 die Chormitglieder von St. Magnus zu ihrem zweitägigen Jahresausflug. Nach kurzweiliger Busreise und kleiner Stärkung wurde das Zentrum mit engagierten Stadtführern zu Fuß erkundet. Immer mit historischem Hintergrundwissen versorgt, ging es über die Residenz und den Odeonsplatz mit seinen Prachtbauten hin zur Staatsoper. Über den Alten Hof folgte der Marienplatz und die Frauenkirche. Von dort aus gab es dann Gelegenheit, die Innenstadt auf eigene Faust zu erkunden oder sich einen schattigen Platz in einem der zahlreichen Biergärten oder Cafés zu suchen. Nach Bezug der Hotelzimmer ging es auch schon los zum Einsingen bzw. zur Gestaltung des Abendgottesdienstes in der Kirchengemeinde St. Andreas. Präsentiert wurde die „Messe D-Dur“ des Kirchenmusikdirektors und Dirigenten Matthias Wolf.
Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Nähe des Hotels genossen Teile der Reisegruppe zum Abschluss noch die Mixkünste des Barkeepers in der Lounge.

Nach einem sehr leckeren Frühstück auf der schon sonnigen Terrasse, machte sich ein Teil der Reisegruppe nochmals auf in die Innenstadt. Hier warteten Theater, Museen, Messen, zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten oder einfach das quirlige Leben in der vom Lebensgefühl her „nördlichsten Stadt Italiens“ auf die Besucher. Der andere Teil nahm an einer geführten und sehr informativen Tour über das Rollfeld des 1992 eröffneten Franz-Josef-Strauß-Flughafens teil. Hier kommen Superlativen zusammen: 35.000 Mitarbeiter kümmern sich in diesem Fünf-Sterne-Betrieb um rund 45 Mio. Fluggäste. Auf 1.600 ha stehen u.a. drei Terminals und 44 Mio. Liter Kerosin. Terminal 1 ist das größte Gebäude Bayerns mit über einem Kilometer Länge und 40 Fluggastbrücken. Terminal 2 wurde erneut als das weltbeste Terminal ausgezeichnet. Das dritte Satellitenterminal ist mit einer internen U-Bahn zu erreichen. Am Tag werden 1.200 Starts und Landungen abgewickelt, die Standzeit beträgt i.d.R. nur 45 Minuten. Damit das klappt, müssen aber auch 50.000 Mahlzeiten bereitgestellt werden…

Am späten Nachmittag endete dieser Ausflug etwas müde, aber glücklich wieder in Bad Schussenried. Und die Reisenden waren sich einig, bald wieder eine gemeinsame Unternehmung dieser Art durchführen zu wollen.

Dirk Jansen / Manuela Weishaupt; Fotos: Dirk Jansen 

Musikalischer Höhepunkt jeden Jahres ist unser Kirchenkonzert, das am 26.11.2017 stattfand. Die Schwäbische Zeitung berichtete:

Musik, die das Herz berührt

Schätze aus dem Klosterarchiv begeistern die Besucher des Kirchenkonzerts von Chor und Orchester St. Magnus

Bericht und Bilder von Gerhard Rundel

Bad Schussenried (sz) Geistliche Musik und Gesang kann berühren und begeistern. Dies ist den Solisten, dem Chor und dem Orchester St. Magnus Bad Schussenried am Sonntagnachmittag hervorragend gelungen. Unter dem Motto „Schätze aus dem Klosterarchiv“ präsentierten die rund 100 Akteure um Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf ein Kirchenkonzert der Extraklasse. Chor und Orchester bildeten beim Konzert eine klangliche Einheit und musizierten auf höchstem Niveau.


Mit dem „Magnificat in G-Dur“ von Gallus Zeiler begannen die etwa 80 Sänger und 26 Musiker das Konzert mit einem klangvollen Stück aus dem 18. Jahrhundert. Eine weich klingende Instrumentaleinleitung bereitete das Fundament für den prächtig einsetzenden Chorgesang. Bei „Alma redemptoris mater“, einer marianischen Antiphon, zeigte sich Verena Westhäuser am E-Piano mit Spinettklang als Meisterin bei der Begleitung des Chors. Nach dem anmutenden „Ave Regina coelorum“ folgte das stimmgewaltige „Regina coeli laetare“. Mächtige Halleluja-Rufe erklangen dabei vom Chor.
Dazwischen zeigte sich die junge Theresa Heinzelmann aus Allmannsweiler zum ersten Mal als glanzvolle Sopransolistin. Ganz andere Musik war beim „Concerto in C-Dur“ für vier Blockflöten, zwei Streicher und Basso Contino, zu hören. Die vier Flötensolisten, Christa Strobel, Martin Barth, Karin Schorisch-Löffler und Elvira Jann von der Gruppe „Ton in Ton“, sorgten beim viersätzigen Concerto für eine brillante musikalische Abwechslung. Begleitet wurden sie an den Violinen von Sarah Baranja und Oriane Richter sowie von Matthias Wolf am Klavier.

Hauptwerk des Konzerts war die „Messe in F-Dur“ vom Schussenrieder Chorherrn Norbertus Graf. Graf war 1775 Musikdirektor im Klosters Schussenried. Er komponierte die Messe im Zeitstil der Wiener Klassik. Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei erschallten in perfekter Abstimmung zwischen Chor und Orchester in den Kirchenraum. Die junge Sopranistin Theresa Heinzelmann sang beim Benedictus einen berührenden Solopart mit angenehmer, weicher Sopranstimme.
Die letzten beiden Lieder wurden von Dirigent Matthias Wolf 2006 und 2017 selbst komponiert. Beim „Ave Maria“ spielte Oboistin Manuela Stolz einen melodiösen, gekonnten Solopart. Sänger und Instrumentalisten formten beim „Magnificat 2006“ ein letztes grandios, erschallendes Klangbild. Chor und Orchester zeigten sich beim Konzert in Höchstform. Am Ende des Konzertes erhoben sich die rund 500 Besucher und zollten mit lang anhaltendem Applaus den Akteuren für den außergewöhnlichen Hörgenuss Dank und Anerkennung. „Mit dem nochmaligen „Benedictus“ aus der Messe F-Dur und „Transeamus“ setzten Chor und Orchester ein letztes Highlight dieses großartigen Konzertes der Extraklasse.

Danach ergriff der scheidende Pfarrer Joachim Meckler das Wort. 19 Jahre habe er sich an der Kirchenmusik von St. Magnus erfreuen dürfen – heuer zum letzten Mal als Pfarrer von Bad Schussenried. „Kirchenchöre sind Biotope des Glaubens“, sagte Meckler. „Kirchenchöre vermitteln im Kleinen, dass Glaube leben, wachsen und sich ausbreiten kann“. Sein Dank galt dem Chor, dem Orchester und Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf. Die Vorsitzende des Kirchenchores, Manuela Weishaupt, dankte Pfarrer Meckler mit den Worten: „Vielen Dank für alles, was Sie dem Chor in Gedanken, Worten und Taten getan haben“. Zum Dank ernannte sie Joachim Meckler zum Ehrenpräses von Chor und Orchester St. Magnus. „Ich bin berührt und begeistert zugleich“, sagte eine Besucherin nach dem Konzert. „Es war einfach wunderbar“.

Schwäbische Zeitung (online 28.11.2017 / Printversion 29.11.2017)

Kirchenchor St. Magnus als „Studienobjekt“

Einen besonderen Gast konnte der Kirchenchor St. Magnus in der Chorprobe am 13.10.2017 begrüßen. Professor Kunibert Schäfer hat den Lehrstuhl für Dirigieren und Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg inne. Im Wintersemester 2017/18 widmet er sich dem Forschungsvorhaben mit dem Thema „Eine Suche nach belastbaren Faktoren über die vorbildhafte Chorarbeit in Kirchenchören der kath. Kirche Deutschlands.“


Zum Hintergrund der Arbeit schreibt er auf seiner Homepage:

„Seit vielen Jahrzehnten bin ich als Kirchenmusiker und Chorleiter sowie als Dozent für Chorleitung an der HfKM Regensburg auf der Suche nach Kriterien für eine gelungene Chorarbeit in unseren Kirchenchören. Dabei beschäftigen mich immer wieder Fragen wie: - Weshalb gelingt es in manchen Ensembles scheinbar mühelos, neue begeisterte Sängerinnen und Sänger zu finden - Weshalb funktionieren manche Chöre vorbildhaft und es ist für Mitwirkende die reinste Freude hier dabei zu sein? - Gibt es Gemeinsamkeiten unter diesen Chören? - Lassen sich gelungene Modelle evtl. auf andere Chöre übertragen? 
Ich möchte in meinem Forschungssemester (WS 17/18) viele dieser „Vorzeigechöre“ bei ganz alltäglichen Chorproben besuchen, die Mitglieder und Chorleiter befragen, diese Informationen zusammenfassen, bewerten und die Ergebnisse (anonymisiert) an geeigneter Stelle veröffentlichen.“

Im Rahmen dieses Vorhabens besuchte Prof. Schäfer den Kirchenchor St. Magnus. Nachdem er sich und seine Studie kurz vorgestellt hatte, verfolgte er den Ablauf der Chorprobe. Zum Abschluss bedankte er sich bei Dirigent KMD Matthias Wolf und dem Chor mit humorvollen Worten. Den Fragebogen zum Chor, den Proben und ihrem persönlichen Hintergrund füllten die Chormitglieder gerne aus. – Als „Vorzeigechor“ in der Diözese ausgewählt zu werden, ist für alle Beteiligten eine Bestätigung der engagierten Arbeit und ein weiterer Ansporn.

Prof. Schäfer ließ sich auch nicht lange bitten, im Anschluss an die Probe noch mit zum Einkehren zu gehen. Ob dies noch Teil der Studie war oder mehr dem persönlichen Vergnügen diente, blieb allerdings bisher offen.

Wenn Chorgesang auf Brassmusik trifft

Chöre und Brass Band bieten in Bad Schussenried ein abwechslungsreiches Konzert

Foto und Bericht: Schwäbische Zeitung / 16.07.2017 / Gerhard Rundel

Bad Schussenried / sz Ein außergewöhnliches Sommerkonzert haben der Kirchenchor St. Magnus, der Männergesangverein Steinhausen-Muttensweiler und die Brass Band Oberschwaben-Allgäu gemeinsam am Samstagabend gegeben. In der gut gefüllten Stadthalle glänzten die zwei Chöre und die Brass Band mit grandiosem Chorgesang und toller Musik.

Bei dem exzellent gespielten Euphonium-Solo „Harlequin“ überzeugte Klemens Vetter mit einer bravourösen Höchstleistung. Den grandiosen Schlusspunkt setzten alle drei Gruppen zusammen mit dem berührenden „Gefangenenchor“ von Giuseppe Verdi. Den musikalischen Reigen eröffnete die Brass Band mit dem fanfarenartigen „Ad Astra op. 29“. Mächtig erklangen die Akkorde von den hervorragenden Musikern um ihren Schweizer Dirigenten Ueli Kipfer.
Bei der „Wiener Philharmoniker Fanfare“ reizten Dirigent und Musiker die ganze dynamische Spannweite der Musik aus, vom feinsten Pianissimo bis zum stärksten Fortissimo. Es war teilweise fast zu viel von der klangvollen Lautstärke. Harmonisch erklang der Marsch „Slaidburn“, bevor Peter Hasel bei dem anspruchsvollen Tuba-Solo „Capriccio“ glänzte. Cadenzen über viele Takte und solistische Stellen meisterte er mit Bravour beim modernen Stück. Leicht, beschwingt und klangvoll intonierten die Musiker das ins Ohr gehende Stück „Floral Dance“.
Einen Höhepunkt des Abends bot Klemens Vetter beim Euphonium-Solo „Harlequin“. Mit singendem Ton, grandioser Technik und bestechender Brillanz spielte er, begleitet vom Orchester, seine Variationen. Bei „Wall of Sound“ zeigten sich viele Bläser und die Schlagwerker als versierte Solisten. Annika Rau bot bei „Apex“, begleitet vom Orchester und den Männerstimmen der Chöre, ein gefühlvolles Flügelhorn-Solo. Mit schönem Klang, rhythmischer Genauigkeit und brillanter Technik boten die versierten Musiker ein hervorragendes Konzert.

Mit dem geistlichen Lied „Schau auf die Welt“ begann der Magnuschor seinen Konzertteil mit einer gefühlvollen Huldigung an den Herrn. Mit einem hohen Maß an gesanglicher Kultur erklang die „Barcarole“ aus Hoffmanns Erzählungen. Dagmar Hagmann und Hannelore Patran übernahmen dabei den Solopart. Als eine Herausforderung für den Chor bezeichnete Dirigent und Pianist Matthias Wolf das Medley „Abba-Songs“. Mitreißend präsentierte der Chor dabei rockige und gefühlvolle Klänge bei „Money, Money, Money“,“ I have a dream“ und „Mamma mia“. Wolf begleitete mit Bravour am Klavier. Rhythmisches Wippen, pfeifen, schnipsen und klatschen war für die Sänger bei „Always look on the bright side of life“ angesagt. Das Publikum machte begeistert mit. Dirk Jansen sang als Solist den Eingangspart.

Mit dem amüsanten Lied „Oberschwaben“ von Matthias Wolf zogen die 32 Männer des Männerchores ein und verkündeten dabei, sie seien keine Langeweiler. Und das waren sie auch nicht. Klanglich rein und facettenreich boten sie unter Leitung von Matthias Wolf ihre Lieder A Capella und auswendig gesungen. Mit wunderbarem Klang ertönte der „Sängergruß“. Gefühlvoll und berührend die Lieder „Durch´s Wiesetal“ und „The Rose“. Beschwingt im Walzertakt zum Schluss das schwäbische Lied „Gi-ga-Gondele“. Mit Präzision und ausgewogenem Klangbild präsentierten die Männer ihren wohlklingen Gesang.

Ein absolutes Erlebnis waren die gemeinsamen Auftritte von den Chören und dem Orchester zusammen. Ludwig van Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ erschallte, begleitet von den Musikern und etwa 110 Stimmen berührend und stimmgewaltig in den Saal. Ebenso „Verleih uns Frieden“ und der emotionale Gesang des „Gefangenenchors“ aus der Oper Nabucco. Manuela Weishaupt, die neue Vorsitzendende des Kirchenchores St. Magnus freute sich bei der Begrüßung, dass das Konzert „Chor trifft Brass“ nach fünf Jahren wieder möglich wurde. Eine Besucherin aus Bad Schussenried lobte: „Es war ein wunderschönes Konzert“.

Jahresausflug: Wenn einer eine Reise tut...

Zum Jahresausflug von Chor und Orchester St. Magnus machten sich am Samstag, 20.05.2017, 60 aktive Mitglieder auf, um an den Bodensee zu fahren. Das Wetter war in den Tagen zuvor mehr als regnerisch, so dass bei den Vorbereitungen so manch banger Blick gen Himmel geworfen wurde. Aber wenn Engel reisen, dann lacht auch der Himmel, und so startete die Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein und etwas verhaltenen Temperaturen mit dem Bus Richtung Überlingen. Im Bus erwartete die Gruppe eine erste Überraschung, als lecker gefüllte Lunchpakete ausgegeben wurden und alsbald hörte man außer fröhlichen Unterhaltungen auch munteres Vespertütenknistern.

Nach kurzweiliger Busfahrt zum Hafen Überlingen enterte die muntere Schar ein eigens gechartertes Schiff zur Weiterfahrt nach Stein am Rhein. Schnell nahmen die Sängerinnen und Sänger sowie Musiker die beiden Stockwerke des Schiffes MS Gunzo in Beschlag, und bei schon etwas steigenden Temperaturen tuckerte man Richtung Konstanz. Ab „Kilometer 0“ fuhr das Schiff in den Untersee, und während der 3-stündigen Fahrt wurden wirklich alle Sinne beansprucht. Der Kapitän erklärte sehr informativ die Umgebung, die Bordküche lieferte ein leckeres Weißwurstfrühstück und die Lachmuskeln wurden bei dem geselligen Beisammensein sehr beansprucht. Auch die durstigen Kehlen kamen nicht zu kurz und so landete die muntere Truppe um die Mittagszeit bei mittlerweile sonnigen Temperaturen gut gelaunt in Stein am Rhein. Ein Aufenthalt von 1,5 Stunden war eigentlich fast zu wenig, um das malerische Städtchen zu Fuß zu erkunden, da waren sich alle einig. Ganz sportliche Teilnehmer wagten sich sogar an die Besteigung der Burg Hohenklingen. Sie wurden nach einem halbstündigen, steilen Fußmarsch dafür mit einer gigantischen Aussicht über den Rhein und die schöne Landschaft belohnt. Der Rest der Reisegruppe verteilte sich in den Cafés oder bestaunte die wunderschön bemalten Häuser der Altstadt.

Der Reisebus sammelte zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt die Gruppe wieder auf und chauffierte sie nach Schaffhausen, zur Besichtigung des berühmten Rheinfalls. Nach einem etwas beschwerlichen Weg nach unten bekamen alle ein Naturschauspiel der besonderen Art zu sehen. Der Rheinfall, einer der drei größten Wasserfälle Europas, toste mit ca. 500 Kubikmetern pro Sekunde in die Tiefe. Direkt an der Aussichtsplattform wurde so mancher von der Gischt nassgespritzt. Eine Unterhaltung war direkt am Wasserfall aufgrund des Lärms nicht möglich, so dass die Reiseteilnehmer eifrig Erinnerungsfotos und Videos dieser Naturgewalt machten.
Gestärkt durch Eis und Kaffee trafen sich alle anschließend wieder am Bus und fuhren zum Abschlussabendessen auf den Höchsten, der mit knapp 840 m die höchste Erhebung Oberschwabens und des Linzgaus ist. Von dort genossen die Reiseteilnehmer einen wunderbaren Blick über den Bodensee und auf die Alpen. Im Gasthaus wurde ein überaus leckeres, schwäbisches Abendessen serviert und zum Dank beglückten die Sängerinnen und Sänger den anwesenden Wirt sogar noch mit einer spontanen Gesangseinlage.
Gesättigt, müde und voll mit herrlichen Eindrücken erreichte der Bus am Abend wieder Bad Schussenried und alle waren sich einig, dass solch ein schöner Ausflug unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Kirchenchor ehrt langjährige Mitglieder

Paul Eisele zum Ehrenvorstand ernannt

Rund 80 aktive Sängerinnen, Sänger und Orchestermitglieder sowie Senioren des Kirchenchores St. Magnus trafen sich am Freitag, den 13.01.2017 zur alljährlichen Cäcilienfeier. Zu Beginn gestaltete der Chor den Gottesdienst in der St. Magnuskirche, anschließend folgte die Mitgliederversammlung im Katholischen Gemeindezentrum.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Cäcilienfeier standen die turnusgemäßen Wahlen. Paul Eisele, seit 10 Jahren Vorsitzender des Kirchenchores und seit 20 Jahren aktiv in der Vorstandschaft, hatte im Vorfeld bereits erklärt, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.
Bei der Neuwahl des 1. Vorstandes des Kirchenchores wurde Manuela Weishaupt mit 68 von 70 Stimmen gewählt. Weitere Mitglieder der Vorstandschaft für die kommenden 4 Jahre sind Dirk Jansen (stv. Vorsitzender), Marianne Pohl (Kassier), Daniela Jansen (Schriftführerin) sowie Brigitte Fischer, Gisela Bronner, Stefan Berg und Anton Eisele als Beisitzer.


Im Anschluss an die Verkündigung der Wahlergebnisse ergriff Dirigent Matthias Wolf das Wort und hielt eine Laudatio über den scheidenden Vorsitzenden, an dessen Ende Paul Eisele zum Ehrenvorstand des Kirchenchores ernannt und von den Anwesenden mit Standing Ovations gefeiert wurde. Sichtlich gerührt bedankte sich Paul Eisele bei seinen Kollegen der Vorstandschaft und den anwesenden Versammlungsteilnehmern für diese besondere Ehre. Mit seinem Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr beendete er seine aktive Arbeit im Vorstandsgremium des Kirchenchores St. Magnus. 
Danach folgten in bewährter Weise die Berichte der Schriftführung und der Kasse. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit fiel der Bericht des Chorleiters etwas kürzer aus. Matthias Wolf bedankte sich bei seinem Chor für das arbeitsreiche vergangene Jahr, an dessen Ende die Aufführung von Haydns „Schöpfung“ stand. Auch die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor war ein besonderer emotionaler Höhepunkt von Matthias Wolf.  

Er bedankte sich für die aktive Teilnahme an den Proben und Auftritten des Chores, erinnerte aber auch daran, dass die Aufgabe eines Kirchenchores hauptsächlich in der Liturgie liege und der Kirchenchor daher kein Konzertchor sei. Im Rahmen seiner Ausführungen ehrte er einzelne Mitglieder für die besten Probenbesuche. 4 Frauen konnte er zu 100 % Probenbesuch gratulieren. Anne Gaupp, Daniela Jansen, Anne Walter-Kunert und Manuela Weishaupt waren an allen rund 50 Proben und Aufführungstermin anwesend. Auch die Chormitglieder mit bis zu drei Fehlproben wurden mit einem kleinen Dankeschön bedacht und erhielten von den Anwesenden anerkennenden Applaus.

In Vertretung für den erkrankten Pfarrer Meckler bedankte sich Vikar Uwe Stier für die geleistete Arbeit des Chores in der Liturgie. „Es ist immer eine Wonne, den Chor in der Liturgie zu hören und manchmal fehlen einem am Ende die richtigen Worte, um dieses Gefühl auszudrücken“, so Stier in seinem Grußwort. So war es ihm auch eine Ehre einzelne Mitglieder für ihr langjähriges Wirken im Chor und Orchester mit einer Urkunde und einem Präsent zu ehren.

Für 10 Jahre: Christa Kranz, für 15 Jahre : Sylvia Fügner, Pia Schupp und Renate Müller, für 20 Jahre: Dagmar Hagmann und Herbert Ailinger, für 25 Jahre: Brigitte Fischer und Daniela Jansen, für 30 Jahre: Paul Eisele und Marianne Pohl. Marianne Pohl wurde darüber hinaus für 30 Jahre als Kassier und Daniela Jansen für 15 Jahre als Schriftführer ebenfalls mit einem kleinen Dankeschön bedacht.

Der Abend endete mit einem geselligen Beisammensein. 

Kirchenkonzert 2016

Ein beeindruckendes Werk begeistert die Zuhörer

 

 

 Josef Haydns Oratorium "Die Schöpfung" wurde beim diesjährigen Kirchenkonzert am Sonntag, 20.11.2016, 16:00 Uhr in St. Magnus, Bad Schussenried, aufgeführt.

Das Interesse war gewaltig - bereits mehrere Tage vor dem Konzert waren sämtliche Karten verkauft - und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Viele positive Rückmeldungen und lang anhaltender Applaus bestätigten, dass Chor und Orchester St. Magnus eine mitreißende Umsetzung der "Schöpfung" gelungen war.

Besonders zu würdigen sind die Leistungen der Solisten Verena Knoll (Sopran) und Anton Eisele (Bariton). Im Schlusschor und den Terzetten wirkten Hannelore Patran (Alt) und Wolfgang Saiger (Tenor) mit. Den musikalischen Rückhalt gaben Sarah Baranja (Konzertmeisterin) und Verena Westhäußer (Klavier). Neben der Leitung übernahm Dekanatskirchenmusiker Matthias Wolf auch die Tenor Rezitative und Arien. Dies war auch überraschend seine letzte Amtshandlung als Dekanatskirchenmusiker - im Anschluss an das Konzert wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Weitere Fotos gibt es in der Bildergalerie.

Matthias Wolf zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Text und Bild: Kerstin Leitschuh, Dekanatsreferentin

DEKANAT BIBERACH – Am Ende des großen Kirchenkonzertes in St. Magnus in Bad Schussenried wurde der geschäftsführende Dekanatskirchenmusiker Matthias Wolf  von Dekan Schänzle im Auftrag des Bischofs überraschend zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

„Durch Ihre umfassende und sensible liturgische Kompetenz, durch Ihre hohen künstlerischen Fähigkeiten und Ihre herausragenden pädagogischen Eigenschaften verstehen Sie es, über die Kirchenmusik die Liturgie zu einem tatsächlichen Quell- und Höhepunkt kirchlichen Handelns werden zu lassen“, schreibt Bischof Dr. Gebhard Fürst. „Viele Menschen bringen Sie durch Ihre motivierende, von einer tiefen Spiritualität geprägten Persönlichkeit mit dem Glauben und dem Evangelium in Berührung.“  

Dekan Schänzle dankte Wolf für all sein Wirken und versicherte ihm seine tiefe Bewunderung und seinen großen Respekt. Dieser war von der Ehrung sichtlich überrascht und gerührt. Er gab das Lob und den Dank auch an Chor und Orchester weiter, die an dem Abend mit der „Schöpfung“ von Josef Haydn großes leisteten. Ebenfalls zeigte er nach oben wo sein Dank besonders Gott gilt. So ließ er als Zugabe erneut Haydns Schlusschor singen "Singt dem Herren alle Stimmen! Dankt ihm alle seine Werke! Lasst zu Ehren seines Namens Lob im Wettgesang erschallen! Des Herren Ruhm, er bleibt in Ewigkeit! Amen!" 

Wolf ist seit über 25 Jahren Dekanatskirchenmusiker und Leiter des Kirchenchores St. Magnus. Er ist der größte Chor der Diözese und führt Sängerinnen und Sänger aller Generationen zusammen. Ferner leitet Wolf das Vokalensemble und die Schola der Gemeinde. Auf Dekanatsebene engagiert sich Wolf als geschäftsführender Dekanatskirchenmusiker, führt Dekanatschortage durch, unterstützt nebenamtliche Kirchenmusiker und bringt sich in das Dekanatsleben ein.

Ein Probenwochenende für den Feinschliff

Freitagabend, 11.11.2016 - kein närrisches Treiben, aber gespannte Vorfreude. Der Chor traf sich in der Jugendherberge Lindau zum Probenwochenende, um nach dem Abendessen mit der ersten intensiven Probeneinheit für Haydns "Schöpfung" zu beginnen. Danach blieb für die Fußballfreunde noch die Gelegenheit, die zweite Halbzeit des Länderspiels zu genießen, die anderen gingen gleich zum gemütlichen Abendausklang über. Ganz freiwillig wurde im Bistro der Jugendherberge noch das weltliche Liedgut aufgefrischt, was bei den anwesenden Jugendlichen spontanen Applaus auslöste.

Nach dem Frühstück folgten am Samstag weitere zwei Probeneinheiten. Neben den Chören der Schöpfung wurde zur Auflockerung auch schon für das Weihnachtshochamt geprobt.

Nach dem Mittagessen und einer Pause, die Dank des guten Wetters sogar für einen kleinen Spaziergang genutzt werden konnte, ging es mit den Proben weiter. Besondere Freude machte es, dass nun auch Teile der Arien und Rezitative mit geprobt wurden, so dass ein Eindruck des Gesamtwerks entstand.

Kurz vor 16:00 Uhr meinte Chorleiter Matthias Wolf lächelnd "Das wird schön" und erlies dem Chor die letzte geplante Probeneinheit. Nach einem abschließenden Kaffee ging es dann zurück nach Hause ins restliche Wochenende.

 


Die Schwäbische Zeitung berichtet von den Vorbereitungen zum Kirchenkonzert 2016:

Chor und Feuerwehr proben zusammen

Für ihr Kirchenkonzert sucht der Sankt-Magnus-Chor nach der idealen Beleuchtung (von Katrin Bölstler)

Trafen sich zur Beleuchtungsprobe (v.l.): Chorleiter Matthias Wolf, die Vorstandsmitglieder Manuela Weishaupt, Gisela Bronner, Marianne Pohl, Solist Anton Eisele, Brigitte Fischer, Josef Gretz und Andreas Mutter von der Feuerwehr (Mitte).

Bad Schussenried / sz Die Sänger gut sichtbar während eines Konzerts, die Zuschauer eher im Dunkeln - die Sankt-Magnus-Kirche optimal während eines Konzerts zu beleuchten, ist für Chor und Orchester schon lange eine große Herausforderung. Dieses Jahrhat sich das Ensemble etwas Besonderes einfallen: Zur jüngsten Probe kam die Feuerwehr - und brachte ihre Strahler mit.

Das Feuerwehrauto vor der Magnuskirche dürfte am Donnerstagabend manchen Spaziergänger verwundert haben. Wer in die Kirche hineinschaute, merkte jedoch gleich, dass es sich um keinen Noteinsatz handelte. Andreas Mutter, Mitarbeiter der Verwaltung und zugleich Feuerwehrkamerad, hatte nach Absprache mit dem Kommandanten mehrere Ersatzstrahler und Stative der Wehr mitgebracht. Das Ziel dieser besonderen Probe: Die Kirche so optimal auszuleuchten, dass die Sänger genügend Licht haben, nicht geblendet werden und für das Publikum trotzdem gut sichtbar sind. „Die Kirche ist schon allein aufgrund ihrer Höhe schwer auszuleuchten“, erklärt Mutter.

 In den vergangenen Jahren habe der Chor da schon einiges ausprobiert, ergänzt Chorleiter Matthias Wolf. Eigentlich eher zufällig sei man dieses Jahr auf die Idee gekommen, die Feuerwehr um Hilfe zu bitten, aufgrund eines persönlichen Kontakts. „Der Schutz der Bevölkerung ist natürlich trotzdem gegeben während des Konzerts, denn es handelt sich um unsere Ersatzstrahler“, versichert Mutter.

Erste Aufführung seit 1802

Der Sankt-Magnus-Chor und das Orchester besteht aus sehr vielen Mitgliedern, deutlich mehr als der übliche Kirchenchor. „Die übliche Beleuchtung rund um den Altar reicht daher nicht aus“, erklärt Wolf. Die Strahler der Feuerwehr hingegen sind sehr stark und erhellen den Kircheninnenraum ideal.

Bis zum Konzert am 20. November ist es noch eine Weile hin. Doch die Vorbereitungen laufen jetzt schon auf Hochtouren. Es ist laut Wolf das erste Mal seit 1802, dass Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in Bad Schussenried wieder aufgeführt wird. „Das ist schriftlich und historisch belegt“, sagt er. Das Werk ist kein einfaches Stück und Laienchöre trauen sich nicht oft an dessen Aufführung. „Wir sind sängerisch im Moment jedoch so gut aufgestellt, dass wir dazu in der Lage sind“, ist sich der Dirigent sicher.

Und im Gegensatz zu anderen Chören werde er auch keine Solisten oder Musiker einkaufen. „Wir haben das Glück, semi-profesionelle Solisten in unseren Reigen zu bauen und tolle Musiker“, sagt er. Sopranistin an diesem Abend ist Verena Knoll. Sie hat bei Wolf die kirchenmusikalische C-Ausbildung absolviert und einst in der Mädchenkantorei Bad Saulgau mitgesungen. Ihr zur Seite steht Bariton Anton Eisele. Er sang als Knabe bei den Regensburger Domspatzen. Den Part des Tenors übernimmt Wolf selbst. Das Stück gilt unter anderem als anspruchsvoll, weil die Chorsätze fugenartig aufgebaut sind, „das bedeutet, jede Stimme muss selbstständig und mehrere Tonarten singen können“, so Wolf. „Wer bei so einem Stück einmal mitgesungen hat, das prägt fürs Leben“, glaubt der Dirigent. Für die Zuhörer sei es es ein musikalisch „ansprechendes Stück“, da die Schöpfungsgeschichte jeder kenne. Zudem seien die Texte auf Deutsch und die erzählte Geschichte simpel und verständlich.

In Bad Schussenried wurde das Stück zuletzt unter dem Dirigat von Justin Heinrich Knecht, dem Komponisten des Schützenliedes, aufgeführt. „Er sammelte damals die besten Sänger aus der Region ein, alles was aus Biberach und den Klöstern musikalisch Rang und Namen hatte, sang damals mit“, weiß Wolf.

Solisten, Chor und Orchester von Sankt Magnus führen Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ am Sonntag, 20. November, um 16 Uhr in Sankt Magnus auf. Karten zu diesem Konzert werden zu 13 Euro (Mittelschiff) und 9 Euro (Seitenschiff) mit nummerierten Bankreihen (keine Einzelplätze) angeboten. Diese sind im Vorverkauf ab Samstag, 5. November, 9 Uhr bei Elektro Müller, Wilhelm-Schussen-Straße 46, Bad Schussenried, erhältlich. Ebenso an der Konzertkasse, Kassenöffnung 15 Uhr.

Benefizkonzert mit dem Kirchenchor Sankt Magnus

Am Freitag, 29. April 2016, fand im voll besetzten Bibliotheksaal des Neuen Klosters Bad Schussenried ein Benefizkonzert des Kirchenchors St. Magnus unter Leitung von DKM Matthias Wolf zugunsten der Hospizgruppe Bad Schussenried statt. Die Schwäbische Zeitung berichtete.

Das Programm des Benefizkonzerts begann mit dem Festchor "Das ist der Tag, den der Herr gemacht" aus der Feder des Schussenrieder Musikers und Komponisten Albert Uhl.

Aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Haydn folgten die Chöre "Die Himmel erzählen" und "Singt dem Herren alle Stimmen", die die beiden Arien "Rollend in schäumenden Wellen" (Anton Eisele) und "Es beut die Flur" (Verena Knoll) einrahmten. Das gesamte Oratorium wird am 20. November 2016 vom Chor und Orchester Sankt Magnus aufgeführt werden.
Im Zentrum des Programms standen jedoch Schussenrieder Meister: Als Highlight des Abends erklangen vier Vertonungen für Chor und Klavier von Gedichten des Heimatdichters Wilhelm Schussen, die von Sarah Baranja, Verena Westhäußer, Thomas Bollinger und Matthias Wolf für diesen Abend geschaffen wurden.
Die gekonnte und kreative Umsetzung der sehr unterschiedlichen Gedichte begeisterte das Publikum. Dementsprechend herzlich wurden die Komponistinnen und Komponisten mit Applaus bedacht.

Dann wurde in unterschiedlichen Werken an Albert Uhl und sein umfassendes Wirken erinnert, dessen 100ster Todestag in diesem Jahr ist. Darunter waren zum Teil noch nie gehörte Werke, wie eine Ouvertüre für Klavier zu 4 Händen, aber auch Volkstümliches und Heiteres. Den Abschluss des Konzerts bildete ein Medley von Liedern des unvergesslichen Udo Jürgens.

 

Chor und Orchester feierten am 08.01.2016 ihre Cäcilienfeier

Mit einem Gottesdienst, der vom Ensemble des Chors umrahmt wurde, begann die diesjährige Cäcilienfeier. Unser Präses, Pfarrer Meckler, lies es sich nicht nehmen, im Rahmen der Predigt bereits die Bedeutung der Kirchenmusik durch einen Artikel Papst Benedikts XVI hervorzuheben.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Vorstand Paul Eisele schloss sich ein gemeinsames Essen an. Da die Cäcilienfeier auch "Jahreshauptversammlung" ist, folgten im "offiziellen" Teil die Berichte des Vorstands, des Dirigenten, der Kassiererin und der Schriftführerin. Im Anschluss fanden die Ehrung langjähriger Mitglieder, die Auszeichnung der fleißigsten Probenbesucher und die humorvoll-kulinarische Aufnahme der neuen Mitglieder statt.

Danach blieb noch genug Zeit zum gemeinsamen Feiern und für persönliche Rück- und Ausblicke.   Bilder

Pressebericht zum Großen Kirchenkonzert am 22.11.2015 - Von Gerhard Rundel

Konzert in St. Magnus berührt Zuhörer

In der Kirche in Bad Schussenried sind Werke vom Barock bis zur Gegenwart erklungen

Bad Schussenried sz - Geistliche Musik und Gesang kann berühren und begeistern. Dies ist den Solisten, dem Chor und dem Orchester St. Magnus am Sonntag in der St.-Magnus-Kirche in Bad Schussenried gelungen. Unter dem Motto „Lobe den Herrn meine Seele“ präsentierten die Akteure um Dekanatsmusiker Matthias Wolf vor rund 400 Zuhörern ein Kirchenkonzert der Extraklasse.

Bevor der erste Ton erklang, stimmte Pfarrer Joachim Meckler auf das Konzert ein. „Gott steht im Mittelpunkt dieses Kirchenkonzertes“, sagte Pfarrer Meckler. Mit dem „Concerto in C-Dur – A la Francese“, hat das aus zwei Oboen, zwei Fagotten, einer Flöte und 17 Streichinstrumenten bestehende Orchester das Konzert mit Barockmusik von Georg Philipp Telemann eröffnet. 

SZ-Foto: Gerhard Rundel

Berührender Klang erfüllte danach den Kirchenraum bei „Lobet den Herrn“ und „Ich will dich loben“. Das Orchester und der aus rund 80 Sänger bestehende St. Magnuschor ließen Musik von dem 1839 in Steinhausen geborenen Johann Gustav Eduard Stehle erklingen. Die neuen geistlichen Lieder, „Ubi Caritas“, „Welche Freundlichkeit“ und „Lobe den Herrn“, meine Seele“ brachten ein modernes Klangbild und lebendigen Rhythmus in das Konzert. Bei „Welche Freundlichkeit“ sang Gisela Bronner mit weicher Altstimme einen gekonnten Solopart. Verena Westhäuser begleitete dieses Lied am Klavier.

Als Meister am Fagott zeigte sich Rustam Keil beim Solo „Andante Religioso Op. 56“. Begleitet vom Orchester ließ er diese meditative Melodie im Kirchenschiff ertönen. Die Kantate „Meine Seele soll verzagen“ wurde von Bariton Anton Eisele und Tenor Matthias Wolf gesungen. Harmonisch begleitet wurden sie dabei von Manuela Stolz an der Oboe, Sarah Baranja und Marlene Gnann an der Violine sowie Verena Westhäuser an der Orgel. Matthias Wolf hat dabei den Solopart für die erkrankte Mezzosopranistin Dagmar Hagmann übernommen.

Chorgesang ist feinfühlig

Ausdrucksstark erklang Bachs „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Geschmeidig zogen die Instrumentalisten die langen Triolenbögen bei den Zwischenspielen. Der feinfühlige Chorgesang fügte sich, im Piano mit leichtem Crescendo, anmutend dazwischen. Beschwingt ließ das Ensemble dann „Den Herren will ich loben“ mit einer Klangfülle prächtig erschallen. Weitere klangliche Abwechslung brachte die Händel-Arie „Meine Seele hört im Sehen“. Verena Knoll glänzte mit klarer Sopranstimme, begleitet wurde sie von Verena Westhäuser mit der Flöte und Matthias Wolf an der Orgel.

Melodisch kam die schwedische Melodie „Wie groß bist Du“ daher. Matthias Wolf, der auch den Satz geschrieben hat, und Hannelore Patran übernahmen den Solopart im Duett. Nach dem letzten Stück „Lobe den Herren, meine Seele“ gab es rauschenden Beifall und stehende Ovationen. „Ich bin berührt“, sagte eine Besucherin nach dem Konzert. „Es war einfach wunderbar.“

Programm Kirchenkonzert 2015
Programm Kirchenkonzert 2015.pdf (57.94KB)
Programm Kirchenkonzert 2015
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Erschienen unter www.schwaebische.de am 24.11.2015 und am 25.11.2015 in der Schwäbischen Zeitung

100 – jähriger Todestag Gustav Eduard Stehle in der Wallfahrtskirche Steinhausen

Die Kirchenchöre Bad Schussenried und Steinhausen-Muttensweiler, unter der Leitung von Dekanatsmusiker Matthias Wolf und Carmen Wiest, gestalteten am Sonntag, den 25.10.2015 um 10.15 Uhr anlässlich des 100. Todestages von Gustav Eduard Stehle gemeinsam einen Gedenkgottesdienst  in der Wallfahrtskirche zu Steinhausen.

Gustav Eduard Stehle, geboren 1839 in Steinhausen als Sohn des Dorfschullehrers und Organisten Anton Stehle,  begann seine musikalische Karriere als Organist und Komponist an diesem seinem Heimatort, wo er bereits mit 12 Jahren seinen Vater an der Orgel ersetzte.
Noch in späteren Jahren erinnerte er sich gern der heimatlichen Kirche wie der noch größeren und schöneren in Bad Schussenried, wo er 1857 als Lehrer und Chorleiter des damaligen Männerchors (heutiger Liederkranz) mit seiner Virtuosität an Klavier und Orgel leidenschaftlich musizierte.

Nach vielen großen Erfolgen als Pianist an verschiedenen Orten seiner Heimat, in seiner Tätigkeit als Organist und Musikdirektor in Rorschach, wurde er 1874 zum Domkapellmeister und Domorganisten in St. Gallen ernannt, wo er 1913 in den verdienten Ruhestand ging und 1915 verstarb.

Gustav Eduard Stehle stellt daher eine große Verbindung zu Steinhausen und Bad Schussenried dar.

Zum Gedenken an seinen 100. Todestag werden u.a. Chorsätze des Komponisten nach einer Bearbeitung durch Dekanatsmusiker Matthias Wolf wie „Lobet den Herrn“, „Ich will dich loben“ und „Maria, milde Königin“ zu hören sein.

Auftritt der Extraklasse im Kaiserdom zu Speyer am 26.04.2015

Einen Auftritt der Extraklasse hatten Chor und Orchester St. Magnus aus Bad Schussenried am vergangenen Wochenende. Aufgrund langjähriger persönlicher Kontakte mit Walter Schmitzer, früherer Vorsitzender des Dommusikvereins, kamen Chor und Orchester seiner Einladung nach, im Dom zu Speyer zu musizieren. In aller Frühe fuhr man am Samstag mit insgesamt 93 Mitgliedern in zwei Bussen los. Nach einem Zwischenstopp  gelangte man gegen 10 Uhr am Hotel am Technikmuseum an, welches in Sichtweite zum Dom und somit sehr zentral liegt.
Da die Zimmer noch nicht bezugsfertig waren, durften alle zur eigenen Erkundung in die Stadt ausschwärmen. Bald war Speyer fest in „schwäbischer Hand“, überall traf man in Cafés oder in den Läden der Stadt auf mitgereiste Schussenrieder.
Nach dem Zimmerbezug stand die Gestaltung eines abendlichen Gottesdienstes in der Kirche Sankt Josef auf dem Programm. Die Musiker und der Chor hatten einen persönlichen Rahmen vorbereitet. Der Gottesdienst wurde dem, nur zwei Wochen vor dem Zusammentreffen unerwartet verstorbenen Initiator der Reise, Walter Schmitzer, gewidmet. Nach einer kurzen Ansprache des Vorstands Paul Eisele erklang „Von guten Mächten“ in ehrenvollem Gedenken an den Verstorbenen.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im zur Kirche St. Josef angrenzenden Gemeindehaus ging es überaus gesellig und singfreudig bei Pfälzer Spezialitäten und guten Weinen zu. Mitglieder der dortigen Kolpingsfamilie übernahmen erneut die Bewirtung und Betreuung der Reisegruppe, nachdem sie schon bei den vorangegangenen Besuchen 1996 und 2009 mit von der Partie waren. Und obwohl man alles daran gesetzt hatte, dass nichts ausgehen solle, war es dann am Ende doch passiert: Die Soße war auch dieses Jahr wieder vorzeitig leer…..

Nach einer, zumindest für einige Reisende, sehr kurzen Nacht traf man sich zum gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen wieder. Gut gestärkt begab man sich zur Probe in den nahegelegenen Dom, um sich an den 12 Sekunden währenden Nachhall des Domes zu gewöhnen. Dann begann um 10.00 Uhr der gut besuchte festliche Sonntagsgottesdienst, dem Generalvikar Dr. Franz Jung vorstand. Chor und Orchester musizierten unter ihrem Dirigenten DKM Matthias Wolf die fünfstimmige „Missa di Sancti Conradi “ von Konradin Kreutzer, die im mächtigen Dom zu Speyer zum ersten Mal erklang. Sowohl der Domorganist und Diözesanmusikdirektor Markus Eichenlaub als auch der anwesende Domkantor Alexander Lauer zeigten sich begeistert vom Können der Schussenrieder und spontan baten sie Chor und Orchester, bald wieder einmal nach Speyer zu kommen, um dort zu musizieren. Auch fremde Zuhörer kamen nach dem Gottesdienst auf die Sänger und Musiker zu und bekundeten ihre Begeisterung für die wunderschöne Musik und die hohe Qualität. Nach einem leckeren Mittagessen trat die Reisegruppe wieder die Heimreise an. Einige Mitfahrer holten den fehlenden Schlaf der Nacht während der Fahrt wieder auf und so traf man am Abend entspannt und voller wunderbarer Eindrücke wohlbehalten wieder in Bad Schussenried ein. Und alle waren sich einig, dass es nicht die letzte Fahrt nach Speyer gewesen sein sollte.

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Cäcilienfeier von Chor und Orchester am 09.01.2015

Mit dem Gottesdienst um 18:00 Uhr, den der Chor mit 4-stimmigen Stücken aus dem neuen Gotteslob mitgestaltete, begann die Cäcilienfeier.

Nach den Berichten von Vorstand, Dirigent, Kassiererin und Schriftführerin und dem Grußwort von Präses Pfarrer Meckler standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Ebenso wurden die zuverlässigsten Probenbesucher und die auswärtigen Mitglieder ausgezeichnet.

Die sechs neu aufgenommenen Mitglieder wurden mit einer kleinen "Mutprobe" herzlich begrüßt. Gestärkt vom Essen war dann noch genügend Zeit für einen Ausblick auf 2015, zum Feiern und Erzählen.

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Kirchenkonzert am 23.11.2014 St. Magnus

In der vollbesetzten St. Magnus Kirche lassen Chor und Orchester die Engel, die uns begleiten, spürbar werden.

"Die Engel müssen keine Flügel haben, aber sie sind da und das sollen wir heute spüren", so Pfarrer Joachim Meckler in sein einleitenden Worten zum Konzert. Wenn man den Stimmen der Besucher lauschte, die nach dem Konzert noch bei einem wärmenden Glühwein zusammenstanden, dann ist das auch gelungen.

Die Schwäbische Zeitung berichtet am 25.11.2014.

Das diesjährige Konzert stand unter dem Leitmotiv "Engel".

Engel tauchen sowohl im Alten als auch im Neuen Testament an verschiedenen Stellen auf – als Hofstaat Gottes, als Boten, die Nachrichten überbringen, oder als Beschützer und Begleiter von Menschen.
Welche Rolle sie auch spielen: Immer haben die Engel einen göttlichen Auftrag zu erfüllen. Gott schickt seine Engel aus, um Menschen zu stärken, sie aufzurichten, zu begleiten, ihnen eine Botschaft mitzuteilen. Die Begegnungen mit den Engeln öffnen die Augen für den Willen des Herrn und machen bereit, dem Leben eine Wende zu geben.

„Es gibt sie, die Engel auf Erden.
Du wirst ihnen begegnen in den Menschen, die deinen Schmerz erahnen und dich verstehen;
die dir Zeit lassen und die Stille mit dir teilen.
Du wirst ihnen begegnen in den Menschen,
die deine Hand halten und dich liebevoll begleiten,
die deine Tränen trocken und deren Nähe dir gut tut.“
(E. Dirlenbach)

Das Konzertprogramm
In ihrer Unterschiedlichkeit verbindet die Stücke des Programms das tiefe Vertrauen in die liebevolle Zuwendung Gottes zu uns Menschen und das Lob der Größe Gottes.
Programm Gr.KiKonz.2014.pdf (22.3KB)
Das Konzertprogramm
In ihrer Unterschiedlichkeit verbindet die Stücke des Programms das tiefe Vertrauen in die liebevolle Zuwendung Gottes zu uns Menschen und das Lob der Größe Gottes.
Programm Gr.KiKonz.2014.pdf (22.3KB)

10.10.2014 - DKM Matthias Wolf feiert 25-jähriges Jubiläum als Dirigent in St. Magnus

Auch wenn Matthias Wolf keinen "großen Bahnhof" wollte, ließen es sich Kirchenchor und Orchester nicht nehmen, ihm mit einer kleinen Feier zu seinem 25-jährigen Jubiläum als Dirigent in Bad Schussenried zu gratulieren.

Dass sich die Mitgliederzahl in dieser Zeit mehr als verdreifacht hat, spricht für sich.
Danke!

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