Kirchenchor & Orchester St. Magnus - Bad Schussenried

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Musikalischer Höhepunkt jeden Jahres ist unser Kirchenkonzert, das am 26.11.2017 stattfand. Die Schwäbische Zeitung berichtete:

Musik, die das Herz berührt

Schätze aus dem Klosterarchiv begeistern die Besucher des Kirchenkonzerts von Chor und Orchester St. Magnus

Bericht und Bilder von Gerhard Rundel

Bad Schussenried (sz) Geistliche Musik und Gesang kann berühren und begeistern. Dies ist den Solisten, dem Chor und dem Orchester St. Magnus Bad Schussenried am Sonntagnachmittag hervorragend gelungen. Unter dem Motto „Schätze aus dem Klosterarchiv“ präsentierten die rund 100 Akteure um Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf ein Kirchenkonzert der Extraklasse. Chor und Orchester bildeten beim Konzert eine klangliche Einheit und musizierten auf höchstem Niveau.


Mit dem „Magnificat in G-Dur“ von Gallus Zeiler begannen die etwa 80 Sänger und 26 Musiker das Konzert mit einem klangvollen Stück aus dem 18. Jahrhundert. Eine weich klingende Instrumentaleinleitung bereitete das Fundament für den prächtig einsetzenden Chorgesang. Bei „Alma redemptoris mater“, einer marianischen Antiphon, zeigte sich Verena Westhäuser am E-Piano mit Spinettklang als Meisterin bei der Begleitung des Chors. Nach dem anmutenden „Ave Regina coelorum“ folgte das stimmgewaltige „Regina coeli laetare“. Mächtige Halleluja-Rufe erklangen dabei vom Chor.
Dazwischen zeigte sich die junge Theresa Heinzelmann aus Allmannsweiler zum ersten Mal als glanzvolle Sopransolistin. Ganz andere Musik war beim „Concerto in C-Dur“ für vier Blockflöten, zwei Streicher und Basso Contino, zu hören. Die vier Flötensolisten, Christa Strobel, Martin Barth, Karin Schorisch-Löffler und Elvira Jann von der Gruppe „Ton in Ton“, sorgten beim viersätzigen Concerto für eine brillante musikalische Abwechslung. Begleitet wurden sie an den Violinen von Sarah Baranja und Oriane Richter sowie von Matthias Wolf am Klavier.

Hauptwerk des Konzerts war die „Messe in F-Dur“ vom Schussenrieder Chorherrn Norbertus Graf. Graf war 1775 Musikdirektor im Klosters Schussenried. Er komponierte die Messe im Zeitstil der Wiener Klassik. Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei erschallten in perfekter Abstimmung zwischen Chor und Orchester in den Kirchenraum. Die junge Sopranistin Theresa Heinzelmann sang beim Benedictus einen berührenden Solopart mit angenehmer, weicher Sopranstimme.
Die letzten beiden Lieder wurden von Dirigent Matthias Wolf 2006 und 2017 selbst komponiert. Beim „Ave Maria“ spielte Oboistin Manuela Stolz einen melodiösen, gekonnten Solopart. Sänger und Instrumentalisten formten beim „Magnificat 2006“ ein letztes grandios, erschallendes Klangbild. Chor und Orchester zeigten sich beim Konzert in Höchstform. Am Ende des Konzertes erhoben sich die rund 500 Besucher und zollten mit lang anhaltendem Applaus den Akteuren für den außergewöhnlichen Hörgenuss Dank und Anerkennung. „Mit dem nochmaligen „Benedictus“ aus der Messe F-Dur und „Transeamus“ setzten Chor und Orchester ein letztes Highlight dieses großartigen Konzertes der Extraklasse.

Danach ergriff der scheidende Pfarrer Joachim Meckler das Wort. 19 Jahre habe er sich an der Kirchenmusik von St. Magnus erfreuen dürfen – heuer zum letzten Mal als Pfarrer von Bad Schussenried. „Kirchenchöre sind Biotope des Glaubens“, sagte Meckler. „Kirchenchöre vermitteln im Kleinen, dass Glaube leben, wachsen und sich ausbreiten kann“. Sein Dank galt dem Chor, dem Orchester und Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf. Die Vorsitzende des Kirchenchores, Manuela Weishaupt, dankte Pfarrer Meckler mit den Worten: „Vielen Dank für alles, was Sie dem Chor in Gedanken, Worten und Taten getan haben“. Zum Dank ernannte sie Joachim Meckler zum Ehrenpräses von Chor und Orchester St. Magnus. „Ich bin berührt und begeistert zugleich“, sagte eine Besucherin nach dem Konzert. „Es war einfach wunderbar“.

Schwäbische Zeitung (online 28.11.2017 / Printversion 29.11.2017)

Kirchenchor St. Magnus als „Studienobjekt“

Einen besonderen Gast konnte der Kirchenchor St. Magnus in der Chorprobe am 13.10.2017 begrüßen. Professor Kunibert Schäfer hat den Lehrstuhl für Dirigieren und Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg inne. Im Wintersemester 2017/18 widmet er sich dem Forschungsvorhaben mit dem Thema „Eine Suche nach belastbaren Faktoren über die vorbildhafte Chorarbeit in Kirchenchören der kath. Kirche Deutschlands.“


Zum Hintergrund der Arbeit schreibt er auf seiner Homepage: „Seit vielen Jahrzehnten bin ich als Kirchenmusiker und Chorleiter sowie als Dozent für Chorleitung an der HfKM Regensburg auf der Suche nach Kriterien für eine gelungene Chorarbeit in unseren Kirchenchören. Dabei beschäftigen mich immer wieder Fragen wie: - Weshalb gelingt es in manchen Ensembles scheinbar mühelos, neue begeisterte Sängerinnen und Sänger zu finden - Weshalb funktionieren manche Chöre vorbildhaft und es ist für Mitwirkende die reinste Freude hier dabei zu sein? - Gibt es Gemeinsamkeiten unter diesen Chören? - Lassen sich gelungene Modelle evtl. auf andere Chöre übertragen?

Ich möchte in meinem Forschungssemester (WS 17/18) viele dieser „Vorzeigechöre“ bei ganz alltäglichen Chorproben besuchen, die Mitglieder und Chorleiter befragen, diese Informationen zusammenfassen, bewerten und die Ergebnisse (anonymisiert) an geeigneter Stelle veröffentlichen.“


Im Rahmen dieses Vorhabens besuchte Prof. Schäfer den Kirchenchor St. Magnus. Nachdem er sich und seine Studie kurz vorgestellt hatte, verfolgte er den Ablauf der Chorprobe. Zum Abschluss bedankte er sich bei Dirigent KMD Matthias Wolf und dem Chor mit humorvollen Worten. Den Fragebogen zum Chor, den Proben und ihrem persönlichen Hintergrund füllten die Chormitglieder gerne aus. – Als „Vorzeigechor“ in der Diözese ausgewählt zu werden, ist für alle Beteiligten eine Bestätigung der engagierten Arbeit und ein weiterer Ansporn.

Prof. Schäfer ließ sich auch nicht lange bitten, im Anschluss an die Probe noch mit zum Einkehren zu gehen. Ob dies noch Teil der Studie war oder mehr dem persönlichen Vergnügen diente, blieb allerdings bisher offen.

Wenn Chorgesang auf Brassmusik trifft

Chöre und Brass Band bieten in Bad Schussenried ein abwechslungsreiches Konzert

Foto und Bericht: Schwäbische Zeitung / 16.07.2017 / Gerhard Rundel

Bad Schussenried / sz Ein außergewöhnliches Sommerkonzert haben der Kirchenchor St. Magnus, der Männergesangverein Steinhausen-Muttensweiler und die Brass Band Oberschwaben-Allgäu gemeinsam am Samstagabend gegeben. In der gut gefüllten Stadthalle glänzten die zwei Chöre und die Brass Band mit grandiosem Chorgesang und toller Musik.


 Bei dem exzellent gespielten Euphonium-Solo „Harlequin“ überzeugte Klemens Vetter mit einer bravourösen Höchstleistung. Den grandiosen Schlusspunkt setzten alle drei Gruppen zusammen mit dem berührenden „Gefangenenchor“ von Giuseppe Verdi. Den musikalischen Reigen eröffnete die Brass Band mit dem fanfarenartigen „Ad Astra op. 29“. Mächtig erklangen die Akkorde von den hervorragenden Musikern um ihren Schweizer Dirigenten Ueli Kipfer.
Bei der „Wiener Philharmoniker Fanfare“ reizten Dirigent und Musiker die ganze dynamische Spannweite der Musik aus, vom feinsten Pianissimo bis zum stärksten Fortissimo. Es war teilweise fast zu viel von der klangvollen Lautstärke. Harmonisch erklang der Marsch „Slaidburn“, bevor Peter Hasel bei dem anspruchsvollen Tuba-Solo „Capriccio“ glänzte. Cadenzen über viele Takte und solistische Stellen meisterte er mit Bravour beim modernen Stück. Leicht, beschwingt und klangvoll intonierten die Musiker das ins Ohr gehende Stück „Floral Dance“.
Einen Höhepunkt des Abends bot Klemens Vetter beim Euphonium-Solo „Harlequin“. Mit singendem Ton, grandioser Technik und bestechender Brillanz spielte er, begleitet vom Orchester, seine Variationen. Bei „Wall of Sound“ zeigten sich viele Bläser und die Schlagwerker als versierte Solisten. Annika Rau bot bei „Apex“, begleitet vom Orchester und den Männerstimmen der Chöre, ein gefühlvolles Flügelhorn-Solo. Mit schönem Klang, rhythmischer Genauigkeit und brillanter Technik boten die versierten Musiker ein hervorragendes Konzert.

Mit dem geistlichen Lied „Schau auf die Welt“ begann der Magnuschor seinen Konzertteil mit einer gefühlvollen Huldigung an den Herrn. Mit einem hohen Maß an gesanglicher Kultur erklang die „Barcarole“ aus Hoffmanns Erzählungen. Dagmar Hagmann und Hannelore Patran übernahmen dabei den Solopart. Als eine Herausforderung für den Chor bezeichnete Dirigent und Pianist Matthias Wolf das Medley „Abba-Songs“. Mitreißend präsentierte der Chor dabei rockige und gefühlvolle Klänge bei „Money, Money, Money“,“ I have a dream“ und „Mamma mia“. Wolf begleitete mit Bravour am Klavier. Rhythmisches Wippen, pfeifen, schnipsen und klatschen war für die Sänger bei „Always look on the bright side of life“ angesagt. Das Publikum machte begeistert mit. Dirk Jansen sang als Solist den Eingangspart.

Mit dem amüsanten Lied „Oberschwaben“ von Matthias Wolf zogen die 32 Männer des Männerchores ein und verkündeten dabei, sie seien keine Langeweiler. Und das waren sie auch nicht. Klanglich rein und facettenreich boten sie unter Leitung von Matthias Wolf ihre Lieder A Capella und auswendig gesungen. Mit wunderbarem Klang ertönte der „Sängergruß“. Gefühlvoll und berührend die Lieder „Durch´s Wiesetal“ und „The Rose“. Beschwingt im Walzertakt zum Schluss das schwäbische Lied „Gi-ga-Gondele“. Mit Präzision und ausgewogenem Klangbild präsentierten die Männer ihren wohlklingen Gesang.

Ein absolutes Erlebnis waren die gemeinsamen Auftritte von den Chören und dem Orchester zusammen. Ludwig van Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ erschallte, begleitet von den Musikern und etwa 110 Stimmen berührend und stimmgewaltig in den Saal. Ebenso „Verleih uns Frieden“ und der emotionale Gesang des „Gefangenenchors“ aus der Oper Nabucco. Manuela Weishaupt, die neue Vorsitzendende des Kirchenchores St. Magnus freute sich bei der Begrüßung, dass das Konzert „Chor trifft Brass“ nach fünf Jahren wieder möglich wurde. Eine Besucherin aus Bad Schussenried lobte: „Es war ein wunderschönes Konzert“.

Jahresausflug: Wenn einer eine Reise tut...

Zum Jahresausflug von Chor und Orchester St. Magnus machten sich am Samstag, 20.05.2017, 60 aktive Mitglieder auf, um an den Bodensee zu fahren. Das Wetter war in den Tagen zuvor mehr als regnerisch, so dass bei den Vorbereitungen so manch banger Blick gen Himmel geworfen wurde. Aber wenn Engel reisen, dann lacht auch der Himmel, und so startete die Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein und etwas verhaltenen Temperaturen mit dem Bus Richtung Überlingen. Im Bus erwartete die Gruppe eine erste Überraschung, als lecker gefüllte Lunchpakete ausgegeben wurden und alsbald hörte man außer fröhlichen Unterhaltungen auch munteres Vespertütenknistern.

Nach kurzweiliger Busfahrt zum Hafen Überlingen enterte die muntere Schar ein eigens gechartertes Schiff zur Weiterfahrt nach Stein am Rhein. Schnell nahmen die Sängerinnen und Sänger sowie Musiker die beiden Stockwerke des Schiffes MS Gunzo in Beschlag, und bei schon etwas steigenden Temperaturen tuckerte man Richtung Konstanz. Ab „Kilometer 0“ fuhr das Schiff in den Untersee, und während der 3-stündigen Fahrt wurden wirklich alle Sinne beansprucht. Der Kapitän erklärte sehr informativ die Umgebung, die Bordküche lieferte ein leckeres Weißwurstfrühstück und die Lachmuskeln wurden bei dem geselligen Beisammensein sehr beansprucht. Auch die durstigen Kehlen kamen nicht zu kurz und so landete die muntere Truppe um die Mittagszeit bei mittlerweile sonnigen Temperaturen gut gelaunt in Stein am Rhein. Ein Aufenthalt von 1,5 Stunden war eigentlich fast zu wenig, um das malerische Städtchen zu Fuß zu erkunden, da waren sich alle einig. Ganz sportliche Teilnehmer wagten sich sogar an die Besteigung der Burg Hohenklingen. Sie wurden nach einem halbstündigen, steilen Fußmarsch dafür mit einer gigantischen Aussicht über den Rhein und die schöne Landschaft belohnt. Der Rest der Reisegruppe verteilte sich in den Cafés oder bestaunte die wunderschön bemalten Häuser der Altstadt.

Der Reisebus sammelte zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt die Gruppe wieder auf und chauffierte sie nach Schaffhausen, zur Besichtigung des berühmten Rheinfalls. Nach einem etwas beschwerlichen Weg nach unten bekamen alle ein Naturschauspiel der besonderen Art zu sehen. Der Rheinfall, einer der drei größten Wasserfälle Europas, toste mit ca. 500 Kubikmetern pro Sekunde in die Tiefe. Direkt an der Aussichtsplattform wurde so mancher von der Gischt nassgespritzt. Eine Unterhaltung war direkt am Wasserfall aufgrund des Lärms nicht möglich, so dass die Reiseteilnehmer eifrig Erinnerungsfotos und Videos dieser Naturgewalt machten.
Gestärkt durch Eis und Kaffee trafen sich alle anschließend wieder am Bus und fuhren zum Abschlussabendessen auf den Höchsten, der mit knapp 840 m die höchste Erhebung Oberschwabens und des Linzgaus ist. Von dort genossen die Reiseteilnehmer einen wunderbaren Blick über den Bodensee und auf die Alpen. Im Gasthaus wurde ein überaus leckeres, schwäbisches Abendessen serviert und zum Dank beglückten die Sängerinnen und Sänger den anwesenden Wirt sogar noch mit einer spontanen Gesangseinlage.

Gesättigt, müde und voll mit herrlichen Eindrücken erreichte der Bus am Abend wieder Bad Schussenried und alle waren sich einig, dass solch ein schöner Ausflug unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Kirchenkonzert 2016

Ein beeindruckendes Werk begeistert die Zuhörer

 

 

 Josef Haydns Oratorium "Die Schöpfung" wurde beim diesjährigen Kirchenkonzert am Sonntag, 20.11.2016, 16:00 Uhr in St. Magnus, Bad Schussenried, aufgeführt.

Das Interesse war gewaltig - bereits mehrere Tage vor dem Konzert waren sämtliche Karten verkauft - und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Viele positive Rückmeldungen und lang anhaltender Applaus bestätigten, dass Chor und Orchester St. Magnus eine mitreißende Umsetzung der "Schöpfung" gelungen war.

Kirchenkonzert: Die Schöpfung
Bericht der Schwäbischen Zeitung
Schöpfung - Pressebericht sz.pdf (95.42KB)
Kirchenkonzert: Die Schöpfung
Bericht der Schwäbischen Zeitung
Schöpfung - Pressebericht sz.pdf (95.42KB)

Besonders zu würdigen sind die Leistungen der Solisten Verena Knoll (Sopran) und Anton Eisele (Bariton). Im Schlusschor und den Terzetten wirkten Hannelore Patran (Alt) und Wolfgang Saiger (Tenor) mit. Den musikalischen Rückhalt gaben Sarah Baranja (Konzertmeisterin) und Verena Westhäußer (Klavier). Neben der Leitung übernahm Dekanatskirchenmusiker Matthias Wolf auch die Tenor Rezitative und Arien. Dies war auch überraschend seine letzte Amtshandlung als Dekanatskirchenmusiker - im Anschluss an das Konzert wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Weitere Fotos gibt es in der Bildergalerie.

Matthias Wolf zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

DEKANAT BIBERACH – Am Ende des großen Kirchenkonzertes in St. Magnus in Bad Schussenried wurde der geschäftsführende Dekanatskirchenmusiker Matthias Wolf  von Dekan Schänzle im Auftrag des Bischofs überraschend zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Text und Bild: Kerstin Leitschuh, Dekanatsreferentin

„Durch Ihre umfassende und sensible liturgische Kompetenz, durch Ihre hohen künstlerischen Fähigkeiten und Ihre herausragenden pädagogischen Eigenschaften verstehen Sie es, über die Kirchenmusik die Liturgie zu einem tatsächlichen Quell- und Höhepunkt kirchlichen Handelns werden zu lassen“, schreibt Bischof Dr. Gebhard Fürst. „Viele Menschen bringen Sie durch Ihre motivierende, von einer tiefen Spiritualität geprägten Persönlichkeit mit dem Glauben und dem Evangelium in Berührung.“

Dekan Schänzle dankte Wolf für all sein Wirken und versicherte ihm seine tiefe Bewunderung und seinen großen Respekt. Dieser war von der Ehrung sichtlich überrascht und gerührt. Er gab das Lob und den Dank auch an Chor und Orchester weiter, die an dem Abend mit der „Schöpfung“ von Josef Haydn großes leisteten. Ebenfalls zeigte er nach oben wo sein Dank besonders Gott gilt. So ließ er als Zugabe erneut Haydns Schlusschor singen "Singt dem Herren alle Stimmen! Dankt ihm alle seine Werke! Lasst zu Ehren seines Namens Lob im Wettgesang erschallen! Des Herren Ruhm, er bleibt in Ewigkeit! Amen!"

Wolf ist seit über 25 Jahren Dekanatskirchenmusiker und Leiter des Kirchenchores St. Magnus. Er ist der größte Chor der Diözese und führt Sängerinnen und Sänger aller Generationen zusammen. Ferner leitet Wolf das Vokalensemble und die Schola der Gemeinde. Auf Dekanatsebene engagiert sich Wolf als geschäftsführender Dekanatskirchenmusiker, führt Dekanatschortage durch, unterstützt nebenamtliche Kirchenmusiker und bringt sich in das Dekanatsleben ein.

 


Ein Probenwochenende für den Feinschliff

Freitagabend, 11.11.2016 - kein närrisches Treiben, aber gespannte Vorfreude. Der Chor traf sich in der Jugendherberge Lindau zum Probenwochenende, um nach dem Abendessen mit der ersten intensiven Probeneinheit für Haydns "Schöpfung" zu beginnen. Danach blieb für die Fußballfreunde noch die Gelegenheit, die zweite Halbzeit des Länderspiels zu genießen, die anderen gingen gleich zum gemütlichen Abendausklang über. Ganz freiwillig wurde im Bistro der Jugendherberge noch das weltliche Liedgut aufgefrischt, was bei den anwesenden Jugendlichen spontanen Applaus auslöste.

Nach dem Frühstück folgten am Samstag weitere zwei Probeneinheiten. Neben den Chören der Schöpfung wurde zur Auflockerung auch schon für das Weihnachtshochamt geprobt.

Nach dem Mittagessen und einer Pause, die Dank des guten Wetters sogar für einen kleinen Spaziergang genutzt werden konnte, ging es mit den Proben weiter. Besondere Freude machte es, dass nun auch Teile der Arien und Rezitative mit geprobt wurden, so dass ein Eindruck des Gesamtwerks entstand.


Kurz vor 16:00 Uhr meinte Chorleiter Matthias Wolf lächelnd "Das wird schön" und erlies dem Chor die letzte geplante Probeneinheit. Nach einem abschließenden Kaffee ging es dann zurück nach Hause ins restliche Wochenende.

Die Schwäbische Zeitung berichtet von den Vorbereitungen zum Kirchenkonzert 2016:

Chor und Feuerwehr proben zusammen

Für ihr Kirchenkonzert sucht der Sankt-Magnus-Chor nach der idealen Beleuchtung (von Katrin Bölstler)


Bad Schussenried / sz Die Sänger gut sichtbar während eines Konzerts, die Zuschauer eher im Dunkeln - die Sankt-Magnus-Kirche optimal während eines Konzerts zu beleuchten, ist für Chor und Orchester schon lange eine große Herausforderung. Dieses Jahrhat sich das Ensemble etwas Besonderes einfallen: Zur jüngsten Probe kam die Feuerwehr - und brachte ihre Strahler mit.

Das Feuerwehrauto vor der Magnuskirche dürfte am Donnerstagabend manchen Spaziergänger verwundert haben. Wer in die Kirche hineinschaute, merkte jedoch gleich, dass es sich um keinen Noteinsatz handelte. Andreas Mutter, Mitarbeiter der Verwaltung und zugleich Feuerwehrkamerad, hatte nach Absprache mit dem Kommandanten mehrere Ersatzstrahler und Stative der Wehr mitgebracht. Das Ziel dieser besonderen Probe: Die Kirche so optimal auszuleuchten, dass die Sänger genügend Licht haben, nicht geblendet werden und für das Publikum trotzdem gut sichtbar sind. „Die Kirche ist schon allein aufgrund ihrer Höhe schwer auszuleuchten“, erklärt Mutter.

 In den vergangenen Jahren habe der Chor da schon einiges ausprobiert, ergänzt Chorleiter Matthias Wolf. Eigentlich eher zufällig sei man dieses Jahr auf die Idee gekommen, die Feuerwehr um Hilfe zu bitten, aufgrund eines persönlichen Kontakts. „Der Schutz der Bevölkerung ist natürlich trotzdem gegeben während des Konzerts, denn es handelt sich um unsere Ersatzstrahler“, versichert Mutter.


Trafen sich zur Beleuchtungsprobe (v.l.): Chorleiter Matthias Wolf, die Vorstandsmitglieder Manuela Weishaupt, Gisela Bronner, Marianne Pohl, Solist Anton Eisele, Brigitte Fischer, Josef Gretz und Andreas Mutter von der Feuerwehr (Mitte).


Erste Aufführung seit 1802

Der Sankt-Magnus-Chor und das Orchester besteht aus sehr vielen Mitgliedern, deutlich mehr als der übliche Kirchenchor. „Die übliche Beleuchtung rund um den Altar reicht daher nicht aus“, erklärt Wolf. Die Strahler der Feuerwehr hingegen sind sehr stark und erhellen den Kircheninnenraum ideal.

Bis zum Konzert am 20. November ist es noch eine Weile hin. Doch die Vorbereitungen laufen jetzt schon auf Hochtouren. Es ist laut Wolf das erste Mal seit 1802, dass Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in Bad Schussenried wieder aufgeführt wird. „Das ist schriftlich und historisch belegt“, sagt er. Das Werk ist kein einfaches Stück und Laienchöre trauen sich nicht oft an dessen Aufführung. „Wir sind sängerisch im Moment jedoch so gut aufgestellt, dass wir dazu in der Lage sind“, ist sich der Dirigent sicher.

Und im Gegensatz zu anderen Chören werde er auch keine Solisten oder Musiker einkaufen. „Wir haben das Glück, semi-profesionelle Solisten in unseren Reigen zu bauen und tolle Musiker“, sagt er. Sopranistin an diesem Abend ist Verena Knoll. Sie hat bei Wolf die kirchenmusikalische C-Ausbildung absolviert und einst in der Mädchenkantorei Bad Saulgau mitgesungen. Ihr zur Seite steht Bariton Anton Eisele. Er sang als Knabe bei den Regensburger Domspatzen. Den Part des Tenors übernimmt Wolf selbst. Das Stück gilt unter anderem als anspruchsvoll, weil die Chorsätze fugenartig aufgebaut sind, „das bedeutet, jede Stimme muss selbstständig und mehrere Tonarten singen können“, so Wolf. „Wer bei so einem Stück einmal mitgesungen hat, das prägt fürs Leben“, glaubt der Dirigent. Für die Zuhörer sei es es ein musikalisch „ansprechendes Stück“, da die Schöpfungsgeschichte jeder kenne. Zudem seien die Texte auf Deutsch und die erzählte Geschichte simpel und verständlich.

In Bad Schussenried wurde das Stück zuletzt unter dem Dirigat von Justin Heinrich Knecht, dem Komponisten des Schützenliedes, aufgeführt. „Er sammelte damals die besten Sänger aus der Region ein, alles was aus Biberach und den Klöstern musikalisch Rang und Namen hatte, sang damals mit“, weiß Wolf.

Solisten, Chor und Orchester von Sankt Magnus führen Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ am Sonntag, 20. November, um 16 Uhr in Sankt Magnus auf. Karten zu diesem Konzert werden zu 13 Euro (Mittelschiff) und 9 Euro (Seitenschiff) mit nummerierten Bankreihen (keine Einzelplätze) angeboten. Diese sind im Vorverkauf ab Samstag, 5. November, 9 Uhr bei Elektro Müller, Wilhelm-Schussen-Straße 46, Bad Schussenried, erhältlich. Ebenso an der Konzertkasse, Kassenöffnung 15 Uhr.

Kirchenkonzert am 23.11.2014 St. Magnus

In der vollbesetzten St. Magnus Kirche lassen Chor und Orchester die Engel, die uns begleiten, spürbar werden.

"Die Engel müssen keine Flügel haben, aber sie sind da und das sollen wir heute spüren", so Pfarrer Joachim Meckler in sein einleitenden Worten zum Konzert. Wenn man den Stimmen der Besucher lauschte, die nach dem Konzert noch bei einem wärmenden Glühwein zusammenstanden, dann ist das auch gelungen.

Die Schwäbische Zeitung berichtet am 25.11.2014.

Das diesjährige Konzert stand unter dem Leitmotiv "Engel".

Engel tauchen sowohl im Alten als auch im Neuen Testament an verschiedenen Stellen auf – als Hofstaat Gottes, als Boten, die Nachrichten überbringen, oder als Beschützer und Begleiter von Menschen.
Welche Rolle sie auch spielen: Immer haben die Engel einen göttlichen Auftrag zu erfüllen. Gott schickt seine Engel aus, um Menschen zu stärken, sie aufzurichten, zu begleiten, ihnen eine Botschaft mitzuteilen. Die Begegnungen mit den Engeln öffnen die Augen für den Willen des Herrn und machen bereit, dem Leben eine Wende zu geben.

„Es gibt sie, die Engel auf Erden.
Du wirst ihnen begegnen in den Menschen, die deinen Schmerz erahnen und dich verstehen;
die dir Zeit lassen und die Stille mit dir teilen.
Du wirst ihnen begegnen in den Menschen,
die deine Hand halten und dich liebevoll begleiten,
die deine Tränen trocken und deren Nähe dir gut tut.“
(E. Dirlenbach)

Das Konzertprogramm
In ihrer Unterschiedlichkeit verbindet die Stücke des Programms das tiefe Vertrauen in die liebevolle Zuwendung Gottes zu uns Menschen und das Lob der Größe Gottes.
Programm Gr.KiKonz.2014.pdf (22.3KB)
Das Konzertprogramm
In ihrer Unterschiedlichkeit verbindet die Stücke des Programms das tiefe Vertrauen in die liebevolle Zuwendung Gottes zu uns Menschen und das Lob der Größe Gottes.
Programm Gr.KiKonz.2014.pdf (22.3KB)

10.10.2014 - DKM Matthias Wolf feiert 25-jähriges Jubiläum als Dirigent in St. Magnus

Auch wenn Matthias Wolf keinen "großen Bahnhof" wollte, ließen es sich Kirchenchor und Orchester nicht nehmen, ihm mit einer kleinen Feier zu seinem 25-jährigen Jubiläum als Dirigent in Bad Schussenried zu gratulieren.

Dass sich die Mitgliederzahl in dieser Zeit mehr als verdreifacht hat, spricht für sich.
Danke!

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